Die Gabriel BK160-TR gehört seit ihrer Veröffentlichung im März 2025 zu den markanteren GA-Add-ons für Microsoft Flight Simulator. Entwickelt vom französischen Studio Flying Fries, bildet sie die Blackshape Gabriel nach, einen Trainer aus Carbonfaser, der 2017 die EASA-Zulassung und 2024 die FAA-Genehmigung erhielt — und damit zu den wenigen wirklich neuen Trainerzellen gehört, die seit Jahrzehnten auf den Markt gekommen sind. Ihre Tandemsitze und die Bubble-Haube heben sie von den dir aus dem Sim bekannten GA-Trainern mit Nebeneinandersitzen ab, bieten über 300 Grad Sicht und ein Flugerlebnis, das eher der Philosophie militärischer Trainer folgt als einer typischen Cessna oder Piper. Mit ihrem Lycoming IO-320 mit 160 PS, einem Garmin G3X Touch und G5 Glascockpit sowie einer Reisegeschwindigkeit um die 150 Knoten hat sich das Flugzeug als gut modellierte, charakterstarke Ergänzung der GA-Palette auf Flightsim.to einen Namen gemacht.

Flying Fries hat jetzt die Version 2.0 veröffentlicht, und das Studio behandelt sie weniger als Routine-Patch denn als Neustart des Produkts. Das Update, das vor etwa zwei Wochen live ging, fügt dem Paket für bestehende Besitzer ohne Aufpreis eine zweite Zelle hinzu, zusammen mit einer umfangreichen Liste technischer Verfeinerungen.
Ein zweiter, deutlich wilderer Gabriel
Das Herzstück von 2.0 ist die BK420-MO, eine fiktive, kunstflugorientierte Variante, die sich Zelle, Flügel und Stallgeschwindigkeiten mit der Standard-BK160-TR teilt, aber sonst wenig im Temperament. Anstelle des Trainer-IO-320 hat Flying Fries einen fiktiven Achtzylinder-Lycoming mit 420 PS eingebaut, der einen Fünfblattpropeller antreibt und mit einem verstärkten Rumpf kombiniert ist. Laut Entwickler ist das Flugzeug für Rückenflug bis zu 250 Knoten, Hammerhead-Turns und Loops ausgelegt und bringt eigene, angepasste Instrumentierung mit. Eine der bemerkenswerteren Ergänzungen ist mehrfarbiger Kunstflugrauch, der jetzt im Multiplayer funktioniert, sodass du neben anderen Piloten Rauch ziehen und Flugpfade in Echtzeit vergleichen kannst. Weil die beiden Varianten die gleiche Grundgeometrie teilen, kannst du die BK420-MO im Formationsflug neben einer Standard-Gabriel fliegen – oder es einfach ruhig angehen lassen, wenn dir danach ist. Die Flügel-, Querruder- und Klappenformen wurden ebenfalls in beiden Varianten korrigiert und beheben Genauigkeitsprobleme im ursprünglichen 3D-Modell.

Sound, EFB und Systemüberarbeitung
Die Audioseite wurde von Grund auf von Grégoire Monesma neu erstellt, der auch das ursprüngliche Soundset produziert hatte. Anstatt ein Paket für beide Motoren anzupassen, hat Flying Fries zwei separate Soundpakete aufgenommen und gebaut — eines für den IO-320 und eines für den fiktiven V8 —, sodass der Trainer und die Kunstflugvariante sich im Cockpit und von außen deutlich unterschiedlich anhören sollten.
Das Electronic Flight Bag wurde ebenfalls neu aufgebaut – mit einer aufgeräumteren Oberfläche, präziseren Touch-Zielen, interaktiven Checklisten und einem Live-News-Feed. Auf der Systemseite lösen G3X und die Kraftstoffwarnungen des Annunciator-Panels jetzt aus, bevor die Tanks tatsächlich leer sind, statt erst am Punkt der Erschöpfung, was dir eine echte Reaktionsmarge gibt. Der Helligkeitsknopf des Displays steuert nun auch die G3X-Helligkeit, und beide Varianten erhalten eine umschaltbare, verlängerte Blendschutzkappe. Die LOD-Anzahl wurde von fünf auf sechs pro Variante erhöht, um die Multiplayer-Performance auf Distanz zu verbessern, und das Spiel erkennt nun automatisch, ob es in MSFS 2020 oder 2024 läuft.

An anderer Stelle wurden die beiden individuellen Pilotenfiguren Thomas und Jenny komplett neu modelliert, eine Frontscheiben-Enteisung wurde hinzugefügt, und die unteren Motorhauben befestigen sich jetzt automatisch wieder, nachdem ein gebrochener Propeller repariert wurde – eine kleine, aber hartnäckige Nervigkeit im Fehlersystem ist damit beseitigt. Abspannseile stoßen zu den statischen Bodenelementen, und der gewohnte Humor von Flying Fries bleibt erhalten: Die im Cockpit gelagerten Pommes werden jetzt verborgen, wenn die Fachklappe geschlossen ist, was einen kleinen Performancegewinn bringt, und die Chips im Cockpit können wieder gegessen werden, sobald die hintere Kopfstütze wieder angebracht ist. Zwei neue Lackierungen, Wasp und Silver, kommen mit jeweils eigenen Innenräumen, und drei bestehende Designs — Racing Blue, Racing Red und Sumi-e — haben nun passende, maßgeschneiderte Innenraumtexturen statt geteilter generischer. Das Benutzerhandbuch wurde entsprechend aktualisiert.
Preisgestaltung und wo du es bekommst
Version 2.0 ist ein kostenloses Update für alle, die die Gabriel BK160-TR bereits besitzen – ganz im Sinne dessen, wie Flying Fries Updates für dieses Flugzeug seit dem Start handhabt. Für neue Käufer bleibt der Preis auf Flightsim.to gleich; er umfasst jetzt sowohl den BK160-TR-Trainer als auch die Kunstflugvariante BK420-MO statt nur eines einzelnen Flugzeugs. Wenn du die Gabriel noch nicht besitzt, ist diese Neuauflage wohl der beste Zeitpunkt zum Zugreifen, zumal das Paket nun einen ernsthaften IFR-tauglichen Trainer und ein dediziertes Kunstflugzeug in einem Kauf vereint. Das Add-on ist direkt über die ➡️ Flightsim.to-Store-Seite.

