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    FlightSim Studio präsentiert vier neue Projekte auf der FSExpo 2026

    FlightSim Studio präsentiert vier neue Projekte auf der FSExpo 2026

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    June 16, 2026
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    FSExpo ist zu einem festen Bestandteil des Flugzeugsimulationskalenders geworden, und auch 2026 war da keine Ausnahme. Die Show, die im Großraum Minneapolis–St. Paul stattfand, zog erneut Entwicklerstudios aus der ganzen Community an, um neue Projekte vorzustellen und Fortschrittsupdates zu geben. Unter ihnen war 🔗 FlightSim Studio AG (FSS), der Schweizer Entwickler, der sich einen Ruf rund um die Embraer E-Jets-Serie, den Tecnam P2012 Traveller und den Boeing 727 aufgebaut hat. Während einer etwa 20-minütigen Präsentation auf der FSElite-Bühne gab das Team einen Überblick über vier laufende Projekte — und es gab eine Überraschung, mit der niemand in der Community gerechnet hatte.

    Kurz nach der Veranstaltung veröffentlichte FSS eine Zusammenfassung der Präsentation auf seiner eigenen Website, in der das Studio die vier Projekte grob in Kategorien einteilte: Einige stehen kurz vor der Veröffentlichung, andere sind längerfristige Vorhaben, und eines wird als etwas beschrieben, das das Team als wirklich besonders betrachtet. Hier ist, was gezeigt wurde, Projekt für Projekt.

    Tecnam P2012 Traveller v2 – eine native Version für MSFS 2024

    Das erste Projekt ist der Tecnam P2012 Traveller, der als vollständig überarbeitetes v2 exklusiv für Microsoft Flight Simulator 2024 zurückkehren wird. Laut FSS soll dies nicht einfach nur eine Kompatibilitätsspur sein. Die neue Version nutzt mehrere native MSFS-2024-Funktionen, einschließlich Walkaround-Unterstützung, Karriere-Modus-Kompatibilität, das native EFB, die neuen MSFS-2024-Passagiere und mehrere Frachtkonfigurationen. Teile des 3D-Modells wurden überarbeitet, ein völlig neues Soundset erstellt und die Systemsimulation verfeinert.

    Eine bemerkenswerte Ergänzung ist eine VIP-Kabinenkonfiguration, die einer Variante entspricht, die Tecnam Aircraft selbst kürzlich eingeführt hat und die erstmals im Simulator erscheinen wird. Insgesamt soll die P2012 v2 mit Passagier-, Fracht-, VIP-, Sondermission- und Fallschirmsprung-Varianten ausgeliefert werden — alles nativ für MSFS 2024. Das Flugzeug befindet sich bereits in der Betaphase, was darauf hindeutet, dass eine Veröffentlichung nicht mehr allzu weit entfernt ist.

    E-Jets Version 1.0.0 – ein neu geschriebener Autopilot als letztes großes Hindernis

    Die E-Jets-Reihe hat eine deutlich längere Geschichte. Sie war eines der bekanntesten Produkte von FSS, aber auch eines der umstrittensten, seitdem die E175 Anfang 2023 veröffentlicht wurde. Diese Veröffentlichung erfolgte als Early-Access-Produkt ausschließlich über den Aerosoft Store, wobei einige Systeme bereits tief modelliert waren und andere nach dem Start folgen sollten. Seitdem wuchs das Sortiment um die größeren Varianten E190/E195, die FSS ungefähr ein Jahr nach den kleineren E170/175 veröffentlicht hat.

    Auf der FSExpo bestätigte das Team, dass der Großteil der für Version 1.0.0 geplanten Funktionalität entweder bereits implementiert oder sich in der Endphase befindet. Das eine große Teilstück, das noch in Arbeit ist, ist ein völlig neuer Autopilot, von Grund auf neu geschrieben und unabhängig vom Standard-System des Simulators, der darauf abzielt, eine stabilere seitliche und vertikale Verfolgung zu liefern als die bisherige Implementierung, statt weiter daran zu feilen. FSS sagt, der neue Autopilot solle ihnen nach Abschluss der Tests deutlich mehr Kontrolle über das Flugverhalten geben. 1.0.0 zu erreichen gilt als Meilenstein, bei dem das Studio die E-Jets als funktionsreif ansieht.

    Nachdem diese Version veröffentlicht ist, richtet sich die Entwicklungsaufmerksamkeit auf eine native Migration zu Microsoft Flight Simulator 2024, von der FSS ausdrücklich erklärt hat, dass sie ein kostenloses Update für bestehende Kunden sein wird. Das Studio war offen darüber, dass das Projekt länger gedauert hat als ursprünglich geplant, und die aktuelle Arbeit als Stabilität und Zuverlässigkeit statt neue Features betrachtet. Nicht jeder in der Community nimmt die Verzögerung jedoch im gleichen Sinn hin. In Kommentaren unter Berichterstattung über die Ankündigung in mehreren Flight-Simulator-Blogs wiesen einige Käufer darauf hin, dass die Early-Access-Version vor über zwei Jahren mit einem voraussichtlichen Abschluss Ende 2024 beworben wurde. Diese Spannung zwischen technischer Gründlichkeit und Kunden-Paziente bleibt vermutlich noch eine Weile FSS erhalten bleiben.

    Boeing 727 Series v2 – eine native MSFS 2024-Version mit der ADV-Variante

    Die Boeing 727 Series, eines der Flaggschiff-Produkte des Studios, erhält ebenfalls eine native Version für Microsoft Flight Simulator 2024. FSS sagt, dass dieses Update über eine einfache Kompatibilitätsumwandlung hinausgeht, mit Plänen für Walkaround-Unterstützung, externes Betanken, neue Texturen, Soundverbesserungen und eine Reihe technischer Aktualisierungen. Die beliebte ADV-Variante soll ebenfalls enthalten sein, was das Studio als stärkere Basis für weitere Entwicklungen der 727-Familie darstellt.

    FSS beschreibt die 727 als ein besonders wichtiges Flugzeug für das Studio und möchte, dass die MSFS-2024-Version als echter Fortschritt statt als schneller Port behandelt wird, und nutzt die neuere Plattform, um voranzukommen. Ein Veröffentlichungsfenster wurde noch nicht genannt, aber das Studio bestätigt, dass die Entwicklung bereits im Gange ist.

    Das Überraschungsprojekt: Ein Tupolev Tu-154M für MSFS 2024

    Bei weitem der am meisten diskutierte Moment der Präsentation war die Enthüllung eines völlig neuen Projekts: ein Tupolev Tu-154M für Microsoft Flight Simulator 2024. Die Tu-154 ist ein klassischer sowjetischer Dreistrahler in zahlreichen Varianten, dessen Erstflug bis 1968 zurückreicht, während die modernere und stark überarbeitete Tu-154M hier erstmals 1982 flog. Im Linienflugverkehr wurde sie von Fluggesellschaften wie LOT Polish Airlines, ČSA, Interflug, Malév, Cubana, Aeroflot und Belavia betrieben. In einer von Western-Softwaren dominierenden Community bleibt das Flugzeug damit eine relativ seltene Erscheinung, was die Ankündigung umso bemerkenswerter macht.

    Hinter dem Projekt steht eine Zusammenarbeit mit Anatolii Iakmets, einem Enthusiasten und Systementwickler, dessen lebenslange persönliche Verbindung zur Tu-154M eine ungewöhnliche Authentizität in das Vorhaben bringt. Iakmets' Vater flog die Tu-154 als Linienpilot, und das 3D-Modell soll auf umfangreichen Vor-Ort-Recherchen und Messungen eines echten Flugzeugs in Ungarn basieren. Iakmets hatte bereits mehr als vier Jahre persönliche Arbeit in das Projekt investiert, bevor FSS beteiligt wurde. Nach eigenen Angaben des Studios suchte man etwa anderthalb Jahre lang nach einem geeigneten Nachfolger für die 727 — etwas Ungewöhnliches, Auffälliges und selten im Simulatorenbetrieb vertretenes — und fand ihn in Iakmets und seinem Tupolev-Projekt.

    Für jemanden, der sich von der unbekannten Cockpit-Anordnung einschüchtern lassen könnte, verspricht FSS Zugänglichkeit, ohne zu dem zu greifen, was das Flugzeug charakterisiert. Mehrsprachige Cockpit-Aufkleber, darunter Englisch und Russisch, sind geplant, um die Lernkurve zu erleichtern, neben der Rückkehr des Studios' „Virtual Flight Engineer“, der Hilfsfunktion, die erstmals bei der 727 eingeführt wurde und dabei hilft, ein komplexes Dreistern-Cockpit für Solo-Piloten nutzbar zu machen. Tiefgehende Systemsimulation, ein individuell entwickeltes Soundset und das, was das Studio als authentisches Flugverhalten bezeichnet, runden die ersten Features ab. Absichtlich fehlt jegliches Release-Datum — FSS beschreibt die Tu-154M als Langzeitprojekt, das sie nicht in Eile vorantreiben wollen.

    Kontext

    Insgesamt zeichnet die FSExpo-Präsentation das Bild eines Studios, das an zwei Fronten gleichzeitig arbeitet: bestehende Projekte abschließen und zugleich Neuland erschließen. Eine native Migration zu Microsoft Flight Simulator 2024 zieht sich durch alle vier Ankündigungen als roter Faden und wird voraussichtlich einen signifikanten Teil der Entwicklungsressourcen in den kommenden Monaten beanspruchen. Die Tu-154M sticht als deutliches Zeichen der Portfolio‑Diversifizierung heraus. Während die E-Jets, die 727 und die Tecnam-Reihe bereits etablierte Produktfamilien sind, tritt FSS bewusst auf neues Terrain mit einem sowjetischen Passagierflugzeug — eine Bewegung mit echtem Gewicht, angesichts der bisher geringen Marktdichte für eine detaillierte, von Entwicklern unterstützte Tu-154.

    Keines der vier hier diskutierten Projekte hat derzeit Preisinformationen oder einen bestätigten Veröffentlichungstermin, sodass alle, die auf dem Laufenden bleiben möchten, die Beobachtung von FlightSim Studio auf dem Flightism.to Radar und den üblichen Kanälen des Studios fortsetzen sollten.

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